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Warum wirkt Insektenschutz nicht immer gleich?

Du sprühst Dein Pferd ein – und trotzdem scheinen sich Bremsen, Fliegen oder Mücken davon kaum beeindrucken zu lassen?

Vielleicht hat Dein Insektenschutz im letzten Jahr noch gut funktioniert und plötzlich scheint die Wirkung nachzulassen. Das muss nicht bedeuten, dass sich das Produkt verändert hat.

Wie gut ein Insektenschutz funktioniert, hängt von vielen Faktoren ab: vom aktuellen Insektendruck, der Insektenart, dem Standort und der Haltung, vom einzelnen Pferd – und ganz wesentlich davon, wie und in welcher Menge das Produkt angewendet wird.

Wir erklären Dir, warum Insektenschutz nicht an jedem Pferd und an jedem Tag gleich funktioniert und worauf Du achten kannst.

„Ich möchte keine Chemie“ – was bedeutet das eigentlich?

Diesen Satz hören wir beim Thema Insektenschutz ziemlich häufig. Und wir verstehen, was damit gemeint ist: Viele Pferdehalter wünschen sich einen Insektenschutz, dessen Wirkstoffe möglichst auf pflanzlichen Ausgangsstoffen basieren.

Ganz korrekt ist die Unterscheidung zwischen „natürlich“ und „chemisch“ allerdings nicht. Alles um uns herum besteht aus chemischen Stoffen – auch Pflanzen und ätherische Öle.

Bei unseren ZEDAN Repellents setzen wir unter anderem auf EC-Öl aus Eucalyptus citriodora. Der Ausgangsstoff stammt aus einer Pflanze und wird anschließend weiterverarbeitet. Deshalb sprechen wir hier lieber von pflanzenbasiertem Insektenschutz als pauschal von „pflanzlichem“ Insektenschutz.

Daneben gibt es synthetisch hergestellte Repellent-Wirkstoffe wie IR3535® und Icaridin, die wir bei BREMSENBREMSE einsetzen.

Für uns ist das keine Frage von „pflanzenbasiert gut, synthetisch schlecht“. Unterschiedliche Wirkstoffe haben unterschiedliche Eigenschaften und Einsatzbereiche. Entscheidend ist, welcher Insektenschutz zur jeweiligen Situation und zu Deinem Pferd passt.

„Das Fliegenspray wirkt nicht mehr“ – woran kann das liegen?

Wenn uns Pferdehalter erzählen, dass ein Insektenschutz plötzlich nicht mehr so gut funktioniert wie früher, schauen wir deshalb nicht nur auf das Produkt.

Hat sich die Haltung verändert? Gab es einen Stallwechsel? Sind neue Pferde in die Herde gekommen oder andere gegangen? Ist der Insektendruck gerade besonders hoch?

Und ganz wichtig: Wie viel hast Du eigentlich benutzt?

Viele denken, 10–20 Sprühstöße reichen. 20 Sprühstöße entsprechen bei unseren Sprühköpfen etwa 20 ml – also ungefähr einem kleinen Schnapsglas. Verteilt auf einen ganzen Pferdekörper ist das gar nicht so viel.

Bei normalem Insektendruck kann eine kleinere Menge je nach Produkt und Situation durchaus ausreichen. Bei starkem Insektendruck kommt es jedoch besonders darauf an, die empfohlene Auftragsmenge einzuhalten.

Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle. Weibliche blutsaugende Insekten benötigen bei vielen Arten eine Blutmahlzeit für die Entwicklung ihrer Eier. In solchen Phasen kann der Insektendruck besonders hoch sein und die Tiere lassen sich entsprechend schwerer abhalten.

Fliegensprays sind außerdem nur ein Baustein des Insektenschutzes. Je nach Pferd und Situation können geeignete Fliegen- oder Ekzemerdecken den Schutz sinnvoll ergänzen.

Die unterschätzte Rolle von Haltung, Herde & Standort

Manchmal liegt es gar nicht daran, dass der Insektenschutz „schlechter geworden“ ist – sondern daran, dass sich das Umfeld Deines Pferdes verändert hat.

Schon kleine Veränderungen können den Insektendruck beeinflussen:

  • ein Stallwechsel
  • neue Pferde in der Herde oder Pferde, die gegangen sind
  • mehr Schatten oder mehr Sonne
  • die Nähe zu Wald, Gewässern oder feuchten Wiesen
  • Veränderungen bei Weidegang oder Haltung

Manche Pferde sind für Insekten tatsächlich interessanter als andere

Warum ein Pferd stärker von Insekten angeflogen wird als ein anderes, kann verschiedene Gründe haben.

Sogar die Fellfarbe und -zeichnung kann eine Rolle spielen. Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass bestimmte gemusterte Pferde für Bremsen weniger attraktiv sein können. Dunkle Pferde können dagegen stärker angeflogen werden. Dabei spielen unter anderem Lichtreflexion und polarisiertes Licht eine Rolle.

Auch individuelle Faktoren können beeinflussen, wie attraktiv ein Pferd für Insekten ist. Dazu gehören beispielsweise:

  • Körpergeruch und Schweiß
  • Haut- und Fellbeschaffenheit
  • Körpertemperatur
  • Feuchtigkeit im Fell
  • ausgeatmetes Kohlendioxid

Und damit kommen wir zu einem Effekt, den man leicht übersieht: Auch Veränderungen innerhalb der Herde können etwas ausmachen.

Wenn ein Pferd, das besonders viele Insekten angezogen hat, die Herde verlässt, kann sich der Insektendruck auf die verbleibenden Pferde verschieben. Plötzlich wird Dein Pferd deutlich stärker angeflogen – obwohl sich weder das Fliegenspray noch seine Anwendung verändert haben.

Auch der Standort entscheidet mit

Nicht jeder Stall bietet Insekten die gleichen Bedingungen. Je nach Umgebung können deshalb ganz unterschiedliche Arten besonders häufig auftreten.

Gewässer und feuchte Bereiche bieten beispielsweise vielen Mückenarten geeignete Entwicklungsbedingungen. Kriebelmücken und Gnitzen sind ebenfalls stark von passenden Lebensräumen und Umweltbedingungen abhängig. Bremsen wiederum können besonders dort zahlreich auftreten, wo geeignete feuchte Entwicklungsräume, Weidetiere und geschützte Bereiche zusammentreffen.

Windige, offene Flächen können für Pferde dagegen angenehmer sein, weil viele kleine Fluginsekten bei stärkerer Luftbewegung weniger aktiv sind.

Deshalb kann derselbe Insektenschutz an zwei verschiedenen Ställen – oder sogar bei zwei Pferden derselben Herde – ganz unterschiedlich wahrgenommen werden.

Manchmal hat sich also tatsächlich nicht das Produkt verändert, sondern der Insektendruck rund um Dein Pferd.

Nicht alle Insekten sind gleich

Insekt ist nicht gleich Insekt – und genau deshalb macht es einen Unterschied, welche Arten Deinem Pferd gerade das Leben schwer machen.

Die verschiedenen Arten unterscheiden sich nicht nur in ihrem Verhalten, sondern auch darin, wo am Pferd sie bevorzugt landen oder stechen.

Kriebelmücken und Gnitzen sind beispielsweise sehr klein und werden leicht miteinander verwechselt. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied: Kriebelmücken sind für ihre Entwicklung auf fließende Gewässer angewiesen. Ihre Larven entwickeln sich in sauerstoffreichem, strömendem Wasser – beispielsweise in Bächen und Flüssen.

Gnitzen brauchen dagegen kein fließendes Gewässer. Ihre Larven können sich je nach Art unter anderem in feuchten Böden, Schlamm, Uferbereichen oder kleinen Ansammlungen von stehendem Wasser entwickeln.

Wenn sich im näheren Umfeld Deines Stalls weit und breit kein geeignetes Fließgewässer befindet, sind die winzigen Plagegeister am Pferd deshalb möglicherweise gar keine Kriebelmücken, sondern Gnitzen.

Je nach Art und Situation findet man Kriebelmücken und Gnitzen besonders häufig an empfindlichen Körperstellen, etwa an Ohren, Bauchnaht oder im Bereich von Mähne und Schweifrübe. Gerade bei Pferden mit Sommerekzem spielen beide deshalb in der Praxis eine wichtige Rolle.

Bremsen sind dagegen deutlich größer und hartnäckige Blutsauger. Auch Stechmücken, Wadenstecher und andere Insekten haben jeweils ihr eigenes Verhalten und treten je nach Standort, Wetter und Jahreszeit unterschiedlich stark auf.

Deshalb ist eine der wichtigsten Fragen bei der Wahl des Insektenschutzes:

Welche Insekten machen Deinem Pferd eigentlich Probleme?

Sind es vor allem Fliegen? Bremsen? Stechmücken? Kriebelmücken und Gnitzen? Oder treten mehrere Arten gleichzeitig auf?

Denn nicht jeder Wirkstoff ist gegen jede Insektenart gleichermaßen geeignet. Welche Wirkstoffe zum Einsatz kommen und gegen welche Insekten wir unsere Produkte empfehlen, unterscheidet sich von Produkt zu Produkt.

Welche Wirkstoffe setzen wir ein?

Bei unseren Insektenschutzprodukten setzen wir unterschiedliche Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen ein. Welches Produkt sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, welche Insekten abgehalten werden sollen und wie hoch der Insektendruck ist.

Insektenschutz mit ZEDAN

Für den täglichen Insektenschutz ist ZEDAN SP seit über 35 Jahren unser Allrounder mit EC-Öl aus Eucalyptus citriodora und weiteren ätherischen Ölen – mit besonderen Stärken bei Fliegen und Mücken.

Bei Kriebelmücken, Gnitzen und Hirschlausfliegen kommt ZEDAN SP Extra Stark mit hochkonzentriertem EC-Öl ins Spiel – besonders auch für Sommerekzemer.

Insektenschutz mit BREMSENBREMSE

Wenn vor allem Bremsen zum Problem werden, bietet BREMSENBREMSE verschiedene Repellents mit IR3535® oder Icaridin.

Je nach Produkt unterscheiden sich die eingesetzten Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen sowie die Insektenarten, gegen die wir das jeweilige Repellent empfehlen. So kannst Du den Insektenschutz passend zu Deinem Pferd und der jeweiligen Situation auswählen.

Welcher Insektenschutz passt zu Deinem Pferd?

Welches Repellent das richtige ist, hängt vor allem davon ab, welche Insekten Deinem Pferd Probleme machen, wie hoch der Insektendruck ist und welche Art der Anwendung für Euch am besten funktioniert.

Wenn Du genauer wissen möchtest, welcher Insektenschutz zu Deinem Pferd passt, findest Du hier weitere Informationen:

ZEDAN SP – unser Allrounder für den täglichen Insektenschutz
ZEDAN SP Extra Stark – bei hohem Insektendruck und besonders auch für Sommerekzemer
BREMSENBREMSE – wenn vor allem Bremsen zum Problem werden

Dein Pferd leidet unter Sommerekzem? Dann findest Du hier weitere Informationen zu Sommerekzem, Insektenschutz und begleitender Hautpflege.

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Insektenschutz und Pflege für Pferd und Mensch