| Zeckenschutz |
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Zecken als KrankheitsüberträgerNicht jeder Zeckenbiss muss eine Erkrankung zur Folge haben, aber die Gefahr ist überall in Deutschland gegeben. FSMEDie durch ein Virus ausgelöste FSME, die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (Hirnhautentzündung), ist vor allem in Süddeutschland verbreitet. (Karte u.a. unter www.zecken.de; mit Postleitzahlengabe!). Die gefährdeten Bereich haben sich in den letzten Jahren deutlich weiter ausgedehnt. Im Jahr 2007 wurden ca. 240 Erkrankungen registriert. Der Schwere der Krankheitssymptome reicht von fast unbemerkt bis hin zu tödlichem Verlauf. Bei leichter Erkrankungen treten grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Im zweiten Stadium kann das Nervensystem befallen werden (hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, häufig Nackensteifheit) bis hin zur Gehirnentzündung mit schwereren Ausfallerscheinungen.
Eine Infektion mit dem FSME-Virus kann schon wenige Minuten nach dem Biss erfolgen. Daher sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, wenn ein Zeckenbiss in einem FSME-Endemie-Gebiet erfolgte. Da Zeckenmännchen nach wenigen Minuten bereits wieder loslassen können, kann eine Infektion erfolgt sein, ohne dass der Biss bemerkt wurde. Lyme-BorrelioseBorrelien sind Bakterien, die im Darm der Zecken leben. Fast ein Viertel aller Zecken im ganzen Gebiet von Deutschland ist betroffen, jedoch macht nicht jeder Biss krank. Borreliose hat viele Erscheinungsformen, und häufig treten die Symptome erst nach Jahren auf, so dass eine Diagnose schwierig ist. Es wird geschätzt, dass jährlich zehntausende Menschen in Deutschland erkranken.
Borrelien werden erst einige Stunden nach dem Biss übertragen, deswegen senkt eine schnelle Entfernung der Zecken das Infektionsrisiko. Meist tritt im Anfangsstadium wenige Tage bis Wochen nach dem Biss die sogenannte Wanderröte auf, eine intensive, scharf abgegrenzte Rötung, manchmal wirklich als Ring um die Bissstelle. (Abbildung z.B. in Wikipedia). Hinzu können Fieber, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen kommen. In fortgeschrittenen Stadien können neurologische Symptome (Gesichtslähmung), starke Schmerzen (Nervenentzündungen), Hirnhautentzündung, Gelenkentzündungen, Herzprobleme, Hautveränderungen (pergamentartig) etc. auftreten.
Meist ist eine antibiotische Therapie gegen die Bakterien erfolgreich.
Um sicher zu sein, ob eine Zecke infiziert war, gibt es auch die Möglichkeit, die Zecken im Labor untersuchen zu lassen (z.B. www.zeckenschutz.net).
Weitere KrankheitenWeitere durch Zecken übertragene, allerdings sehr seltene Krankheiten sind die vor allem im Mittelmeergebiet, selten in deutschen Auwäldern vorkommende Babesiose. Von ihr sind Hunde stärker betroffen als Menschen. Des weiteren die Ehrlichiose, die vor allem in den USA auftritt und in Europa nur selten nachgewiesen wurde. Ebenfalls im Mittelmeergebiet kann das Fleckfieber (Rickettsiose) auftreten.
Sollten Sie im Ausland von Zecken gestochen wurden und unspezifische Krankheitssymptome auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einheimischen Ärzten auf, die die ortstypischen Krankheiten kennen. In Deutschland können spezialisierte Tropenärzte weiterhelfen. |
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