Zeckenschutz
Beitragsinhalt
Zeckenschutz
Zeckenbiologie
Verhaltenstipps
Kleidung
Repellents
Impfungen
Nach dem Biss
Krankheitsüberträger

Verhaltenstipps

Wichtigste Maßnahme ist, sich bewusst zu machen, wo Zecken vorkommen können: Sobald wir draußen sind, praktisch überall, aber unsere Haustiere können sie auch in die Wohnung bringen. Denn erwachsene Zecken setzen sich manchmal erst nach Stunden fest.

Wir oder unsere Haustiere können also Zecken aufsammeln in Wiesen, Hecken oder Laubstreu von Waldgebieten, Parkanlagen, Freibädern ebenso wie in unseren Gärten. Vorsicht also beim Spazieren gehen, Beeren- und Pilzesammeln, Baden am Baggersee und Gartenarbeit, aber auch beim Spielen oder der Grillparty.

Und selbstverständlich kommen Zecken nicht nur in unseren Breiten vor, sondern fast überall auf der Welt. Tropische Zecken können noch viel gefährlichere Krankheiten übertragen.

 

Allerdings soll uns die Angst vor Zecken nicht jeden Spaß in der Natur verderben, denn erstens gibt es wirkungsvolle Schutzmaßnahmen und zweitens ist nicht jeder Biss gefährlich. Nur leichtsinnig dürfen wir nicht werden.

  • Um die Gefahr einschätzen zu können, informieren Sie sich über das Vorkommen von FSME und Borreliose in dem Gebiet, in dem Sie sich aufhalten. (z.B. www.zecken.de)
  • Bleiben Sie auf den Wegen und streifen Sie nicht unnötig durch hohes Gras oder Gebüsch.
  • Kontrollieren Sie im Gras abgelegte Kleidung vor dem Wiederanziehen.
  • Nach dem Verlassen eines möglichen Zeckengebietes suchen Sie Ihre Haut und Kleidung ab und klopfen sie diese aus.
  • Achten Sie auf leicht kitzelnde Gefühle an Armen oder Beinen. Manchmal spürt man die krabbelnden Zecken.
  • Entkleiden Sie sich zu Hause und suchen Sie Ihren Körper gründlich ab, besonders am Kopf, in Hautfalten und den Bereichen, wo die Gummies von Unterhosen, BHs etc. lagen. Auch zwischen den Zehen schauen! Helfen Sie sich gegenseitig in Regionen, die Sie nicht selbst einsehen können. Auch am nächsten Tag können Sie Zecken aus der Kleidung vom Vortag wieder aufnehmen.
  • Machen Sie Ihre Kinder auf das Problem aufmerksam und schützen Sie sie besonders.
  • Untersuchen Sie Hunde oder Katzen nach jedem Aufenthalt im Freien. Sie können Zecken in die Wohnung bringen.
  • Vorsicht beim Aufnehmen von Igeln oder dem Reinigen von Vogelkästen, bei Jägern auch im Umgang mit Wild.
Nicht jeder Biss ist gefährlich, aber die Häufigkeit der Exposition erhöht das Risiko. Daher ist besondere Vorsicht geboten für Personen, die sich privat oder beruflich besonders viel in der Natur aufhalten, wie Jäger, Förster, Tier- oder Naturparkangestellte, Landwirte, aber auch Reiter, Angler, Gärtner, Wanderer, Jogger etc.
Denken Sie auch immer daran, dass für Ihr Haustier die gleiche gesundheitliche Gefährdung besteht wie für Sie.



 
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